Wahlkampf in Coronazeiten – eine Zwischenbilanz

Bürgermeisterkandidat für Dallgow, Rohrbeck und Seeburg

Wahlkampf in Coronazeiten – eine Zwischenbilanz

14. Oktober 2020 Aktuelles 0

Noch rund zwei Wochen sind es bis zum Wahltermin. Im Wahlkampf um den Bürgermeister der Gemeinde Dallgow-Döberitz geht’s langsam in den Endspurt.

Der Wahlkampf stand und steht ganz unter dem Einfluss der Corona-Maßnahmen. Das Virus verhindert auch die vielen „normalen“ Veranstaltungen, die eigentlich üblich sind. Podiumsdiskussionen mit Live-Publikum bspw. fallen leider aus. Aber: Das Aufeinandertreffen von immerhin fünf der sieben Kandidaten in einer Videokonferenz gestattete einen Einblick in die unterschiedliche Schwerpunktsetzung.

Als Wahlkämpfer gilt es in diesen Zeiten kreativ zu sein, um die Wählerinnen und Wähler zu erreichen. Ich habe bspw. zwei „Corona-gerechte“ Wanderungen durch die Döberitzer Heide angeboten. Mit insgesamt rund 40 mitwandernden Menschen aus der Gemeinde war ich so ins Gespräch gekommen – und das trotz der Wetterkapriolen! Es ergaben sich wunderbare Diskussionen zur politischen Situation in der Kommune, wohingegen wir Spannendes über die Geschichte der Döberitzer Heide und unserer Gemeinde erfuhren.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aber ein Gespräch mit einem Elfjährigen, der mich mit seinem politischen Interesse und Wissen tief beeindruckt hat. Von dieser Sorte interessiertem Nachwuchs gibt es in Dallgow-Döberitz bestimmt noch einige mehr. Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, sie für unsere Demokratie zu begeistern und sie zu motivieren, sich künftig für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde einzusetzen.

Mir war und ist das persönliche Gespräch immer schon ein besonderes Bedürfnis. Den direkten Austausch kann keine Videokonferenz auffangen. Daher bin ich sehr zufrieden, dass ich bisher häufig die Gelegenheit hatte, trotz Corona viele Gespräche zu führen. Ich stieß dabei auf überwiegend positive Resonanz und wurde unerwartet häufig begrüßt mit Sätzen wie: „Ach, Herr Richter, ich kenne Sie doch schon, natürlich wähle ich sie!“ oder „Sie haben sich bei dem Streit um die Kitabeiträge so konsequent für uns Eltern eingesetzt, da bekommen Sie meine Stimme.“ Das sind nur Momentaufnahmen, aber sie motivieren mich und genau dann macht Wahlkampf richtig Spaß.

In den vielen direkten Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern geht es mir auch darum, herauszuhören, wo es den Menschen unter den Nägeln brennt. Nach 15 Jahren Jürgen Hemberger müssen wir erst einmal Bestandsaufnahme machen: Was beschäftigt die Menschen in unserer Gemeinde am meisten? Was sollte davon direkt umgesetzt werden? Was kann vielleicht mit zeitlichem Aufschub erledigt werden?

Hier ein Überblick über meine Klemmbrett-Notizen:

  • Verkehr (flächendeckend in Dallgow und Seeburg wurde über die Nichteinhaltung der Höchstgeschwindigkeit geklagt)  
  • Kita und Schule (mit Fragen zu Kosten, Schulteilung, weiterführende Schule, etc.)
  • Die Grünpflege in der Gemeinde ist ein großes Thema – die Kommune sollte hier ihrer Vorbildfunktion besser nachkommen.
  • Verbesserung der Bahnverbindung nach Berlin bei Taktung und Kapazität. Sehr positiv wurde dabei bewertet, dass auf meine Initiative hin die RB13 um zwei Waggons verlängert wurde.
  • Die Frage nach einem Hundeauslaufgebiet war oft gestellt. Kann ich als Hundehalter nur begrüßen.
  • Meinen Vorschlag einer „Westtangente“, also einer direkten Verbindung der B5 nach Finkenkrug zur Entlastung des innerörtlichen Verkehrs, ist in allen Fällen positiv bewertet worden. Es gab lediglich Fragen zum genauen Streckenverlauf.
  • Schaffung eines Mehrzweckgebäudes: Auch zu diesem Thema habe ich enorm viel Zuspruch erhalten. Besonders, weil ich damit alle Generationen ansprechen möchte, die davon profitieren.

Auf Unverständnis stieß die im Wahlkampf von anderen Kandidaten mehrfach erhobene Kritik an der Verwaltung. Ja, es gibt gelegentlich Reibungspunkte. Aber im Großen und Ganzen wurde deutlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus an Lösungen interessiert sind und sich dafür auch einsetzen.

Es sind noch so viele weitere Themen besprochen worden, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, aber ich habe mir sehr viele Notizen gemacht. Ich verstehe sie als mein Auftragsbuch!

Viele Menschen in Dallgow, Seeburg und Rohrbeck haben mir gezeigt, dass ich mit meinem Wahlprogramm „Hier Zuhause. Mit Sicherheit.“ thematisch genau auf Kurs liege. Das hat mich sehr gefreut!

Aber auch die vielen Fragen, die mich via E-Mail oder am Telefon erreichten, blieben nicht unbeantwortet. Oft wurde deutlich, dass die Menschen sich im Vorfeld sehr detailliert informieren. Bspw. ging es um die Belange unserer Freiwilligen Feuerwehr oder um die der Senioren. Auch hier wurde oft nach der Verkehrssituation in der Gemeinde gefragt. Man trug auch stellenweise sehr persönliche Dinge an mich heran, bei denen ich versucht habe, eine Lösung zu finden bzw. zur Lösungsfindung beizutragen.

Insgesamt bin ich sehr beeindruckt vom großen Interesse unserer Bürger an der Bürgermeisterwahl. Und meine bisherigen Erfahrungen aus den Gesprächen zeigen mir klar auf, dass der künftige Bürgermeister von Dallgow-Döberitz mit der Bevölkerung viel mehr kommunizieren muss!

Herzlichst,

Sven Richter

 

Fotos: Ljubomir Stankovic

 

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