Hier Zuhause. Mit Sicherheit. 

Bürgermeisterkandidat für Dallgow, Rohrbeck und Seeburg

Hier Zuhause. Mit Sicherheit. 

13. September 2020 Aktuelles 7

Mein Wahlprogramm für die Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters für Dallgow-Döberitz, Seeburg und Rohrbeck

Wir haben keine Berge, wir wohnen nicht am Meer. Wir sind kein Kurort und wir haben auch kein Schloss. Und trotzdem ist Dallgow-Döberitz mit seinen Ortsteilen Seeburg und Rohrbeck so wertvoll für uns. Denn hier sind wir zuhause.

Hier ist der Ort, an dem unser Herz hängt. Wo viele von uns seit Jahrzehnten leben. Wo wir Grund erworben haben, um zu bleiben, oder gern zur Miete wohnen, weil es uns gefällt. Und so sind Dallgow, Seeburg oder Rohrbeck für uns zu einem Zuhause geworden. Für unsere Kinder, die hier behütet groß werden. Für unsere Teenager, die zwischen zwei pulsierenden Metropolen erwachsen werden. Für unsere Senioren, die hier einen ruhigen Lebensabend verbringen – mitten in intakter Natur, Ruhe und Geborgenheit. Und auch für uns, die wir nach getaner Arbeit einfach nur mal die Füße hochlegen wollen. Im guten Vertrauen, dass alles seinen Weg geht. Das ist unsere Gemeinde. Unser Zuhause.

Doch auch an uns geht der Fortschritt nicht spurlos vorüber. Der Zuzug, insbesondere aus Berlin, ist ungebrochen. Es gibt viele Neubauvorhaben in und um Dallgow-Döberitz: Falkensee, Brieselang, Nauen, Potsdam – fast überall wird in großem Umfang gebaut. Damit steigt unweigerlich auch das Verkehrsaufkommen bei uns. Die Züge schaffen das Pensum an Pendlern schon lange nicht mehr. Die Zahl an Kita- und Schulkindern übersteigt sämtliche Planungsgrößen. 30 Jahre nach der Deutschen Einheit steht unsere Gemeinde vor einer neuen Wende, deren Probleme es nun zu lösen gilt. Vertagen wäre hier fatal!

Neue Orientierung geben. Wir müssen uns die Zukunft unserer Gemeinde genau vorstellen, damit sie enthält, was für uns unverzichtbar ist. Es sind die vielen Vereine, Nachbarschaft, das Ehrenamt, gesellschaftliches und politisches Engagement, die unsere Gemeinde erst zu einem Zuhause – für viele von uns auch zu einer Heimat – werden lassen. Es sind die schönen Stunden in den Freizeiteinrichtungen der Havellandhalle von Seeburg, die uns Abstand finden lassen vom geschäftigen Trubel der Großstadt. Es ist der dörfliche Charakter von Rohrbeck, Seeburg und Dallgow-Dorf, der uns zum Landleben verführt hat. Eine Idylle, die wir nur mit einer behutsamen Entwicklung am Leben halten werden.

Ich glaube fest daran, dass wir heute mit unserer Polizei, den Freiwilligen Feuerwehren und Rettungssanitätern gut für die Herausforderungen unserer Zeit aufgestellt sind. Aber das bedeutet auch, dass wir jede Weiterentwicklung unserer Gemeinde, so unvermeidbar sie auch manchmal sein mag, mit viel Sorgfalt angehen und sie kritisch hinterfragen müssen. Wie viel Zukunft können, wollen wir uns als Gemeinde leisten?

Lassen wir uns also beginnen – gemeinsam, entschlossen und in guter Absicht – unser Zuhause für die Zukunft fit zu machen. Mit Sicherheit.

 

Für unsere Kleinen – unsere Zukunft

Foto: Pexels auf Pixabay

Für unsere Kleinsten sind wir auf einem guten Weg: Wir haben eine der modernsten und größten Grundschulen in Brandenburg geschaffen, die Kapazität deutlich ausgeweitet. Kitas werden bedarfsgerecht um- oder neugebaut. Das Bildungs- und Betreuungsangebot am Ort ist vielfältig. Und doch muss mehr getan werden. Und schneller. Bspw. bei den Stichworten „Home-Schooling“ und „Digitalpakt Schule“. Auch beim Stichwort „Tagesmütter unterstützen“ oder, ganz wichtig, dem „kindersicheren Schulweg“! Ich habe einiges ganz oben auf der Agenda, das ich mit Nachdruck umsetzen möchte.

 

Der Jugend eine Stimme geben – und XXL-DSL

Viel zu lange schon müssen wir unsere Jugendlichen von einem Ort zum nächsten umquartieren, weil Dallgows Jugendclub einsturzgefährdet abgerissen wurde. Ich möchte einen langfristigen und akzeptierten Ort für die jungen Leute in Dallgow und auch einen entsprechenden Raum in Seeburg schaffen. Es ist mehr als an der Zeit!

Wie können wir ein Nacht-Taxi möglich machen? Wie einen Bolzplatz in Seeburg? Oder Flächen zum Basketballspielen in beiden Ortsteilen? Wie wäre es mit einer armdicken DSL-Leitung im neuen Jugendclub? Junge Ideen, die in die Gemeindevertretung einziehen sollen. Deshalb mache ich mich ich für einen Jugendbeirat stark. Unsere jungen Leute sollen ihre Ideen direkt ins Rathaus tragen können, sich einbringen und an der Entscheidungsfindung teilhaben.

 

Barrierearmes Leben – Ehrenamt stärken 

Schon jetzt sichert die Infrastruktur mit Aufzug am Bahnsteig und einem barrierefreien Bürgerbus ein einfacheres Leben für Menschen, die diese Hilfe dringend brauchen. Doch eine Erkenntnis aus der Corona-Pandemie zeigt, was auch wichtig ist: Unkomplizierte Nachbarschaftshilfe oder ein schnelles und einfaches Zur-Hand-Gehen, wenn Hilfe benötigt wird.

Das wollen wir als Gemeinde weiter unterstützen: Ich will Akteure noch besser miteinander vernetzen, Hilfestellung leisten und mehr  Werbung für das Ehrenamt am Ort machen – vom dringend benötigten Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr bis zum Schülerlotsen. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchen, vielen guten Geistern und einer/einem festen Ansprechpartner/in im Rathaus soll dabei etwas Gutes entstehen. Für alle.

 

Gemeindehäuser in Dallgow und Seeburg 

Wenn es eine örtliche Gemeinschaft gibt, dann braucht sie auch einen Ort, an dem sie sich austauschen kann. Lassen Sie uns konkret über einen solchen Ort sprechen – als Begegnungsstätte für aktive Ideengeber, als Raum für kulturelle Events, als Ort für ehrenamtliches Engagement in seiner ganzen Pracht und Vielfalt, für manch eine notwendige Versammlung und vielleicht sogar für einen kleinen und feinen Handarbeits-Weihnachtsmarkt. Einen solchen Ort kann ich mir für unsere Gemeinden und ihre lebendige Gemeinschaft sehr gut vorstellen!

 

Unsere eigene Landärzte-Offensive

Wollen wir versuchen, Fach- und Landärzte nach Dallgow-Döberitz zu bekommen? Wollen wir das Programm gegen Ärztemangel des Landes Brandenburg dazu nutzen, um zu schauen, ob unsere Gemeinde die Voraussetzungen dafür erfüllt? Ich meine: Ja. Ein Versuch sollte es uns wert sein.

 

Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

Foto: Antje Liepold

Die AG „Klima“ in der Gemeindevertretung und auch der Ausschuss für Klima, Umwelt, Verkehr und nachhaltige Gemeindeentwicklung arbeiten an einem Klima-Konzept für unsere Gemeinde. Das ist gut so! Weil beide Gremien von der CDU geführt werden, sind solarbetriebene Luft-schlösser nicht vorgesehen, aber durchaus Ladestellen für E-Mobile, attraktive Radwege und die feste Absicht, unsere Gemeinde nachhaltig und verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen.

Ich möchte vorschlagen, dass wir Bürger in besonders heißen Sommern mit Straßen- und Baum-Patenschaften für eine bessere Pflege unserer Gemeindebepflanzung sorgen. Auch die Bepflanzung am Bahnhofsvorplatz könnte mit Sachspenden und  Engagement schöner sein als jetzt. Doch in beiden Fällen ist auch klar die Gemeindeverwaltung in der Pflicht. Es geht mir aber mehr um Hilfe zum Selbstzweck, nicht um eine Pflicht.

Apropos: Bio-Tonnen werden wohl bald Pflicht. Die Gemeinde sollte zeitnah darüber aufklären, was das für uns bedeutet. Und welche Chancen es birgt: Vielleicht ergibt sich für unsere Gemeinde die Möglichkeit eines ressourcenschonenden Biomasseheizkraftwerks.

Lassen Sie uns in Sachen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz stets am Ball bleiben, ohne uns aus ideologischen Gründen heraus zu falschen Entscheidungen verleiten zu lassen, die vielleicht das Gegenteil bewirken.

 

Verkehr und Infrastruktur 

Falkensee wächst. Und die Wilmsstraße wird mehr und mehr zur Hauptverkehrsader für Finkenkrug. Ich setze mich ein für eine längst überfällige „Westtangente“, die Finkenkrug direkt mit der B5 verbindet, vorbei an Dallgow-Döberitz, vorbei an Rohrbeck.

Und auch für die L20 und die Alte Dorfstraße in Seeburg werden wir tragfähige Lösungen zur Verkehrsberuhigung und Emissionsvermeidung finden. Da bin ich mir sicher.

Rad- und Fußwege sollen ausgebaut werden, so das fehlende Stück entlang der L20 zwischen Seeburg und Falkensee. Auch könnte ein neuer Fahrradweg von der Ortsmitte in Dallgow-Döberitz entlang der Bahn-Trasse (Königsgraben) über Staaken bis nach Spandau führen.

Die Seeburger brauchen eine deutlich bessere Busanbindung an Dallgow-Döberitz, Potsdam und Spandau. Auch das steht auf meinem Aufgabenzettel.

Foto: privat

Ich werde den Schutz unserer Dörfer in den Mittelpunkt meiner Arbeit stellen und dabei jedes Dorf gleichwertig und auf Augenhöhe behandeln. Sie bilden einen hohen Wert, den wir erhalten müssen! Nicht nur Straßen und Häuser sind ein Zeichen des dörflichen Charakters, auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, die Nutztierhaltung und die Felder gehören dazu und prägen die ländliche Idylle. So wie auch das morgendliche Krähen eines Hahns.

Und was wir in der Corona-Pandemie schmerzlich vermisst haben, wollen wir mit neuen Regeln wieder angehen: Unsere Dorffeste – wie die Walpurgisnacht, die Osterfeuer, vielleicht auch Erntedankfeste – sollen in guter und gesunder Tradition wiederbelebt werden. Vor allem aber unsere 750-Jahr-Feier im nächsten Jahr!

 

Wirtschaft und Wirtschaftsförderung 

Foto: fancycrave1 auf Pixabay

Die Menschen in Rohrbeck, Seeburg und Dallgow-Döberitz verlangen zu recht, was ihnen zusteht: Sicherheit, saubere Straßen, gute Infrastruktur und eine stabile Wertentwicklung ihrer Investitionen. Dafür stehe ich.

Damit dies möglich bleibt und für die Gemeinde bezahlbar, müssen wir uns neuen Wirtschaftszweigen öffnen.

Wie steht es um einen neuen B5-Gewerbepark? Einem Ort, an dem kaufmännische und wissenschaftliche Arbeitsplätze geschaffen werden, die Nachhaltigkeit und High-Technology miteinander verbinden? „Silicon-Heide“ sozusagen?

Was halten Sie von einem sanften und nachhaltigen Tourismus vor dem Hintergrund des Naturwunders in unserer Döberitzer Heide? Natur erleben, Landschaft genießen – mit gezielter Werbung und einem guten Radwegenetz könnten wir hier „mehr Tourismus wagen“!

 

 

gr. Foto: Ljubomir Stankovic

 

7 Antworten

  1. Marie-Luise Wagner sagt:

    Hallo, guten Morgen Herr Richter, ich würde mich über eine andere Schriftfarbe in ihren Posts freuen, Dem hellen grau fehlt einfach der Kontrast. Ansonsten, viel Erfolg!
    Danke Marie-Luise Wagner

    • Sven Richter sagt:

      Hallo Frau Wagner, vielen Dank für den Hinweis. Das habe ich natürlich gleich angepasst und werde das künftig auch berücksichtigen!

  2. Kristina Sonja Nagel sagt:

    Hallo Herr Richter, ich freue mich über Ihr Engagement. Da Sie die Kinder ansprechen, würde ich mich freuen, wenn Sie – sofern Sie gewählt werden- über einen Zebrastreifen zwischen Bahnhof und Durchgang zur Grundschule nachdenken. Tagtäglich stehen dort im dichten Verkehr Eltern mit Kindern oder auch Kinder allein und kommen nicht rüber wegen dem starken morgendlichen Verkehr. Angeblich war das schonmal angefragt vor einem Jahr, aber es passiert leider nichts.

    • Sven Richter sagt:

      Hallo Frau Nagel,
      vielen Dank für Ihren Hinweis. Es gab in der Vergangenheit bereits viele Ideen die Verkehrssicherheit der dortigen Fußgänger zu verbessern. Auch ein Zebrastreifen war bereits mehrfach in der Überlegung. Leider ist ein solcher Vorstoß bisher immer durch die zuständige Verkehrsbehörde versagt worden. Ich bin aber trotzdem gern bereit mich weiterhin für eine Verbesserung der Sicherheit an der Stelle einzusetzen.

      • Kristina Nagel sagt:

        Guten Tag Herr Richter, dankeschön für Ihre Antwort. Meine Stimme haben Sie, weil Sie auch bereits in der Vergangenheit sehr engagiert für Dallgow-Döberitz waren. Für die Verkehrsbehörde können Sie nichts und ich hoffe auf weiteres Engagement. Es wäre doch so leicht, an diesem stark befahrenen Ort für die Grundschüler (1.-3. Klasse, also sehr jung!) mehr Sicherheit zu schaffen. Vielen Dank!

  3. André Paulsen sagt:

    Guten Tag Herr Richter,
    Direkt vor unserem Grundstück hängt ihr Plakat zur Bürgermeisterwahl D.D mit dem Slogan:” Weil mir Rohrbecks Zukunft am Herzen liegt”.
    Nun, gemäß Ihrem Wahlprogramm planen Sie eine neue Westtangente von Finkenkrug zur B5 hin.
    Wo soll die denn verlaufen?
    Mit freundlichen Grüßen
    A. Paulsen
    Neu-Rohrbeck

    • Sven Richter sagt:

      Hallo Herr Paulsen,

      ich danke Ihnen für die Frage. Nach meiner Vorstellung soll diese Verbindung von der B5 in nördlicher Richtung zwischen Elstal und dem ehemaligen Müllberg verlaufen, damit Finkenkrug in der Folge angeschlossen werden kann.

Möchten Sie den Artikel kommentieren? Oder vielleicht einfach nur eine Anmerkung loswerden?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.